Lachyoga

Lachyoga

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Die Fähigkeit zu Lachen ist uns angeboren und zutiefst menschlich. Jedoch ist in vielen Lebensbereichen nur noch Ernsthaftigkeit, Zielstrebigkeit und Konzentration gefragt. Lachen gilt eher als unseriös, oberflächlich und nicht angebracht. So trainieren wir uns das Lachen regelrecht ab. Und je älter wir werden, desto mehr brauchen wir zum Lachen einen triftigen Grund. Das Lachen jedoch hat äußerst positive Auswirkungen:  Weit über 100 Muskeln treten wellenförmig in Aktion, das Herz- und Kreislaufsystem wird angeregt und in Schwung gebracht, die Tiefenatmung und die Sauerstoffaufnahme werden verstärkt. Die Atemwege werden gereinigt und frischer Sauerstoff gelangt in alle Zellen,  das Nervensystem schaltet auf Entspannung. Zudem wird ein ganzer Cocktail von Glückshormonen ausgeschüttet. Lachyoga setzt Endorphine, sog. Wohlfühlhormone frei die Optimismus, Selbstvertrauen und Selbstwert steigern. Stresshormone  (Kortisol) hingegen werden reduziert. Ebenso wird ihr Immunsystem positiv stimuliert. Lachyoga hat eine schmerzstillende Wirkung. Sie fühlen sich befreit und glücklich. Während wir lachen, können wir nicht denken und schon gar nicht gleichzeitig grübeln.  Durch das Lachen sind wir mit offenem Herzen und klarem Geist ganz in der Gegenwart. Durch die Lachforschung (Gelotologie) ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass Lachen das Wohlbefinden steigert und sogar die Selbstheilungskräfte geweckt und gestärkt werden können. Zudem fördert Lachyoga das kreative Umgehen mit Problemen. Nach längerer Trauer kann Lachyoga uns helfen die Freude wieder zu entdecken und zurück ins Leben zu finden, denn wenn wir in der Gruppe miteinander Lachen sind wir sozial eingebettet und fühlen uns zugehörig, wodurch unsere Grundbedürfnisse erfüllt werden. Der Begriff Lachyoga resultiert daraus, dass verschiedene Übungen, hauptsächlich jedoch die Tiefenatmung aus dem Yoga entstammen. Eine Lachyoga-Stunde ist folgendermaßen aufgebaut: Pantomimische Bewegungen mit Blickkontakt im Stehen, Gehen oder Sitzen, kombiniert mit rhythmischem Klaschen führen zu einem realen, herzlichen und ansteckenden Lachen, die mit yogischen Atem- und Dehnübungen  kombiniert werden. Eine Lachmeditation wird an die Übungen angereiht und den Abschluss bildet eine Entspannungsphase.


"Was der Sonnenschein für die Blumen, ist das lachende Gesicht für die Menschen“
Joseph Addison